#DENKJUCHHE

Christian Fohrmann 05 ©Andreas Friedle scaled

Die ursprüngliche Idee des denkjuchhe entstand 2005 in einen von mir angemieteten Büroraum mit 4 Meter Raumhöhe direkt unter dem Dachgiebel eines kleinen Haus in Pertisau am Achensee.

Der Begriff setzt sich zusammen aus den•ken (mit dem Verstand arbeiten) und juch•he (mundartliche Bezeichnung von etwas höher Gelegenem).

Das Büro ist Geschichte aber mit dem virtuellen denkjuchhe möchte ich meine Motivation fortsetzen, mich mit großen und ganzheitlichen Themen in Tourismus, Wirtschaft und Politik auseinanderzusetzen. Es geht mir dabei nicht um kurzfristige und oberflächliche Einzelmaßnahmen. Es geht mir darum, mit Hilfe des digitalen Wandels und der der Sustainable Development Goals der UN dem Tourismus Impulse zu liefern, sich weg von der Masse in eine Enkeltaugliche Form zu entwickeln.

Ich glaube, dazu sind systemische Korrekturen, politische Veränderungen und neue Leitbilder unerlässlich.

In meinem Blog hier schreibe ich daher vorwiegend über Vergangenes, die Gegenwart und Zukunft im Kontext zu den Themen Innovation, Digitalisierung und Tourismus. Ich möchte damit insbesondere Entscheider und Politiker zum Denken anregen, deutlich mehr Impulse zu setzen für digitale Innovationen made in Tirol, speziell im und für den Tourismus.

Innovationen entstehen
durch stetigen Dialog
mit der Zukunft

Einmal einen Innovations-Glückstreffer gelandet zu haben und sich darauf auszuruhen reicht für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg nicht mehr aus. Mehr denn je geht es in Unternehmen darum, eine Innovationskultur zu fördern, ein Gespür für Trends und Technolgien zu entwickeln. Von der Zukunft her in die Gegenwart zu denken und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der letzte Produzent von Lochkartendruckern stellte sicherlich die allerbesten Lochkartendrucker her. Und ging trotzdem Pleite, weil plötzlich Daten auf Floppy Discs gespeichert werden konnten. Die tollste Floppy Disk wurde wiederum mit der Erfindung des USB-Sticks obsolet. Und selbst ein USB-Stick stellte nicht das Ende der Entwicklung dar, wie man an den dutzenden Cloud-Speicherdiensten erkennen sollte.

Der digitale Wandel rüttelt seit Jahre an den Grundfesten der Wirtschaft und traditionellen Geschäftsmodellen. Ausnahmslos alle Branchen und Unternehmen müssen sich heute mit globalen Trends, Veränderungen und Informationstechnologie auseinandersetzen und auch auskennen. Wofür allerdings den meisten Unternehmen die Zeit oder das Geld fehlt. Sie stecken im Alltagsgeschäft fest. Viele Unternehmen und Organisationen behaupten von sich selbst, innovativ zu sein. Dabei steht echte Innovation gerade innerhalb eines Unternehmens oft entgegen den grundlegenden Eigenschaften von Organisationen, nämlich dem Eigenerhalt und Schutz vor (disruptiven) Fremd-Einflüssen. Auch hierfür verwend ich gerne ein Beispiel:

Menschen, die nur ein Bild an die Wand hängen möchten, wollen nicht zwangsläufig deshalb auch ein Loch in die Wand bohren. Stellen Sie sich vor sie leiten ein Unternehmen, dessen Umsatz zu 100% vom Verkauf von Dübeln abhängt. Und ein Unternehmen in der Nachbarschaft kommt nun auf die Idee, dass man Bilder auch mit einem Kleber an der Wand befestigen könnte. Und dieses Unternehmen tut das einfach!  

Wie können Unternehmen innovativ und gleichzeitig stabil bleiben?

Open Innovation und Co-Creation sind hierfür zwei gute Lösungsansätze, die sich auch kleinere und mittlere Unternehmen leisten und Innovationen in die eigene Organisation reinholen können. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Die Unternehmensführung muß Veränderung wollen und auch zulassen.
  • Ein externes Innovationsmanagement führt ein dediziertes Team aus externen (auch branchenfremden) und internen Fachleuten. Interne Schlüssel-Mitarbeiter müssen für deren „Mit-Denk-Arbeit“ vom Alltag zumindest teil-freigestellt und in den Innovationsprozess eingebunden werden dürfen.
  • Ein Innovationsprozess benötigt auch entsprechendes Innovationsbudget, im Bewusstsein, dass dies im schlechtesten Fall keinen schnellen Return-on-Investment bringt. Doch auch im schlechtesten Fall gewinnt das Unternehmen zumindest Erkenntnisse darüber, warum und woran es scheitert und was das Unternehmen verändern müsste, um doch noch Innovativ zu werden.

Sie sind UnternehmerIn und interessieren sich für Open Innovation und Co-Creation.
Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit mir auf: